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Ehem. Synagoge


Restaurierung Hainsfarth



Nachdem der Vorgängerbau der Synagoge in Hainsfarth baufällig geworden war, entschloss sich die jüdische Gemeinde Hainsfarth, ehemals eine der größten im Donau-Ries, um 1856/57 zu einem Neubau.
Dieser Synagogenneubau, am 24. August 1860 eingeweiht, weist zahlreiche ähnliche Baustilkomponenten wie die vom Architekten Eduard Bürcklein geplante, heute nicht mehr vorhandene Synagoge in Heidenheim am Hahnenkamm., Mfr. auf.
Aufgrund dieser nahen Stilverwandtschaft schreibt man die Synagoge Hainsfarth ebenfalls Eduard Bürcklein zu.
Der Synagogenneubau war für 102 Frauen- und 108 Männerplätze konzipiert.
In der Pogromnacht wurde auch die Synagoge in Hainsfarth völlig verwüstet. Nur der Außenbau blieb erhalten.
Nach 1945 gelangte die Synagoge in wechselnden Privatbesitz; schließlich ging sie an die politische Gemeinde Hainsfarth über, die sie zeitweilig als provisorischen Bauhof nutzte.
1983 wurde mit der Planung für eine Renovierung begonnen.


Blick zur Ostwand, Vorzustand


Unsere Werkstätte führte 1995/96 die Rekonstruktion der Decken- und Wandmalereien, sowie der Malereien an der Emporenbrüstung aus.
Der ganze Innenraum der Synagoge war flächenhaft mit Schablonenmalerei in Leimfarbtechnik versehen gewesen. Die Ornamentik orientierte sich hier am in Bayern üblichen Zeitstil der Jahre um 1850/1860, am sog. Maximilianstil. Spezifisch orientalisierende Anklänge sind nur in Ansätzen vorhanden.
Glücklicherweise war eine gute Befundlage vorhanden, die eine vollständige Rekonstruktion der Malerei ermöglichte. Die Ausmalung der Wand- und Deckenflächen wurde wieder in Schablonentechnik aufgetragen. Deckensterne, Schriften, Abfassungen bei den Holzteilen der Decke wurden, wie dies auch im Bestand der Fall war, mit Blattgold abgefasst.
Als Primärdokumentation wurde im Bereich der Südwestecke des Innenraumes, sowohl ein Teilbereich der Raumfassung aus der Decke als auch der Wand gefestigt und im Original erhalten.


Blick zur Ostwand, Endzustand