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Sebastian-Bach-Str. 3


Restaurierung Leipzig



Mit ihrer Bauzeit zwischen 1881 und 1883 ist die zweigeschossige Villa eine der ersten, die auf dem Reißbrett des bis dahin noch unbekannten Architekten Max Pommer (1847 - 1915) entstand. Bauherr war der Kaufmann Friedrich Willibald Ledig. Die prominente Wirkung des Baus ist allein schon durch dessen Situierung an der Straßenecke zur Hillerstraße gegeben und wird unterstützt durch seinen an italienische Renaissance erinnernden Formen- und Gestaltungsreichtum. Die wechselvolle Geschichte der Villa, die zu Beginn der 1970er Jahre zum Abriss bestimmt war, erlebt heute ihren Höhepunkt: vom forum thomanum erworben, dient sie nun als Teil des Musikcampus dem Thomanerchor als Probenzentrum und ist zugleich Dienstsitz des Thomaskantors.


Mit der Restaurierung des im Stil der Neorenaissance ausgemalten Treppenhauses, des Vestibüls, der Foyers im Erd- und Obergeschoss sowie des ehemaligen Speisezimmers einschließlich des Kamins und des Salons wurde der originale Zustand aus der Erbauungszeit des Gebäudes wieder hergestellt.

Die Tonnengewölbedecke im Entree wurde nach originalen Befunden rekonstruiert, während die Fehlstellen an der Vorhangmalerei teils großflächig mittels Punktretusche und Schablonenmalerei geschlossen wurden.



Decken- und Wandgestaltung im Entree


Übergang vom Entree zum Foyer im Erdgeschoss


In der Gestaltung des Foyers im Erdgeschoss finden sich Anklänge an pomejianische Wandstile: die Einteilung der Wandflächen in einzelne Quaderzonen, teils mit Marmorimitation, sowie die Rahmung der pompejianisch-roten Flächen in Schwarz.



Foyer Erdgeschoss - Detail der Wandgestaltung mit Sichtfenster


Foyer Erdgeschoss - Detail der Deckengestaltung



Im Musikzimmer, welches ehemals als Speisesaal diente, konnte die imitierte Holzdecke, die durch nachgebildete Einlegearbeiten in Schablonentechnik sowie mit Stuck reich dekoriert ist, vollständig freigelegt und retuschiert werden. Lediglich die Unterzüge wurden rekonstruiert, da sich die Farbschichten nicht ohne Zerstörung der originalen Ausmalung ablösen ließen.



Musikzimmer - Deckenfeld nach der Freilegung


Musikzimmer - Deckenfeld nach der Retusche



Der Konzertsaal im Erdgeschoss erhielt ebenso fast wieder sein ursprüngliches Aussehen mit vergoldeten Stuckaturen an der Decke und mit Blattgold belegter Ornamentik an den Wänden.


Konzertsaal - Deckengestaltung: Detail nach der Freilegung


Konzertsaal - Deckengestaltung: Detail nach der Rekonstruktion